FAQ Finanz- und Steuerpolitik - Fach Gruppen - Projekt Neue Wege e.V.
Finanz- und Steuerpolitik
Projektleiter:
n.n.
Teilnehmer:
Rico Albrecht (Steuerboykott), Hans-Peter Fritz (DbZ), Horst Maier (DbZ), Jörg Schülke (PNW), Roland Strack (PNW), Jürgen Wagner (DbZ)
Links: www.einfachsteuer.de Dokumente: NEU: Steuerpolitik - Diskussionsentwurf
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EINLEITUNG STEUERSYSTEM

FAQ - HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN ZU EINFACHSTEUER

1. WAS BRINGT DIE EINFACHSTEUER FÜR GESCHÄFTSFÜHRENDE GESELLSCHAFTER EINER GMBH?
2. WAS BRINGT DIE EINFACHSTEUER FÜR ARBEITNEHMER?
3. WAS BRINGT DIE EINFACHSTEUER FÜR SELBSTÄNDIGE ODER FREIBERUFLER?
4. WAS BRINGT DIE EINFACHSTEUER FÜR KAPITALANLEGER?

EINLEITUNG STEUERSYSTEM

Das real existierende Steuersystem der Bundesrepublik Deutschland ist zu einem wahren Lustgarten für Bürokraten, Lobbyisten, Dilettanten und Ideologen verkommen. Die Einflußnahme verschiedenster Interessengruppen, die allesamt ihr eigenes Süppchen kochen, hat dazu geführt, daß unseren Steuergesetzen jede innere Logik, jede Nachvollziehbarkeit und damit auch der stets postulierte Anspruch der Steuergerechtigkeit restlos abhanden gekommen sind. Die Gesetzgebung ist nichts anderes mehr als eine Resultante aus politischem und ideologischem Tauziehen, Wählerstimmenkauf, Klientelbefriedigung und unzähligen Versuchen nach dem Motto "Versuch und Irrtum". Aufgrund dieser Entwicklung heißt seit vielen Jahren die Devise "Durchwurschteln", die natürlich mit langfristiger und generationenübergreifender Planung nichts, aber auch gar nichts mehr zu tun hat. Solche Aktionen als "Steuerreform" zu bezeichnen ist nun wirklich der blanke Hohn: Reformen ohne Ende sind keine Reformen mehr, sondern schlicht und einfach gefährlicher Unsinn.

Auch die gutmütigsten Bürgerinnen und Bürger haben daher längst eingesehen, daß die Zukunft Deutschlands durch das bestehende Steuerchaos höchst akut gefährdet ist. Die Steuergesetzgebung greift in sämtliche Lebensbereiche ein und richtet aufgrund ihrer Inkonsequenz, Ungerechtigkeit und Undurchschaubarkeit verheerende Schäden an. Es seien hier nur einige perverse "Blüten" genannt, die das System treibt:

- Koreanische Frachtschiffe werden als "Steuersparmodelle" in Deutschland verkauft:
Deutsche Werftarbeiter finanzieren mit ihren Steuern den eigenen Arbeitsplatzabbau!
- Deutsche Unternehmen verlegen nicht nur immer mehr Arbeitsplätze, sondern sogar
Firmensitze ins Ausland - auch Unternehmen aus dem DAX spielen mit solchen
Gedanken. Es gibt keinen Zweifel, daß dies ein Abschied für immer ist oder wäre.
- 15 % der deutschen Wirtschaftsleistung werden bereits im Sektor "Schwarzarbeit"
erbracht, der seit langem schon Wachstumsraten wie asiatische Länder aufweist.
- Hunderte von Milliarden Euro Investitionsgelder liegen auf Eis oder wandern ins
Ausland, weil die Steuerpolitik im deutschen Absurdistan völlig unkalkulierbar ist.
...
Die Reihe der Beispiele ließe sich problemlos fortsetzen. Allerdings gibt es auch Geschäftsfelder, die von dem aktuellen Steuerchaos profitieren und gut damit leben. Unseres Erachtens soll das Steuersystem Geschäfte weder befördern noch behindern:

Es kann doch nicht sein, daß vielen Branchen aufgrund von komplizierten Gesetzen, Steuerprivilegien oder direkt zahlbaren Geldbeträgen dauerhaft Neugeschäft zugeschustert wird. Versicherungen, Banken, Bausparkassen, Steuerberater, Rechtsanwälte und noch viele andere laben sich an ungerechtfertigten Vorteilen, die gesamtwirtschaftlich betrachtet schädlich sind und zudem anderen Branchen verschlossen bleiben. Wehe dem, der keine Lobby hat: Den letzten beißen die Hunde...

Es klingt reichlich verlogen, wenn interessierte Kreise, die Mitschuld an dieser Misere tragen, die geschilderte Entwicklung beklagen: Hier werden Ursachen und Wirkungen aus politsch-ideologischen Gründen oft bewusst durcheinandergeworfen. Ein weiteres tritt hinzu: Die fortschreitende Globalisierung der Wirtschaft fordert von Unternehmen und Menschen eine Flexibilität, die durch unzeitgemäße Gesetze und Behördenapparate nicht nur nicht gefördert, sondern in zunehmendem Maße behindert wird. Es ist außerdem schlichtweg unmöglich, komplexer werdende Lebensverhältnisse, die sich überdies rasch verändern können, durch immer kompliziertere Gesetze regeln zu wollen. Am Ende ist dann alles so "geregelt", daß nichts mehr funktioniert: Der Untergang der DDR liefert dafür das jüngste Beispiel aus der deutschen Geschichte. Wir sind gerade dabei, dieses Beispiel zu übertrumpfen.

Das "Projekt Neue Wege" verfolgt demgegenüber ganz andere, klare Zielsetzungen: Unsere Antwort auf Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit, kontraproduktive Steuerprivilegien und eine krebsartig wuchernde Bürokratie lautet klipp und klar: Weniger drangsalierende Gesetze - mehr Eigenverantwortung und also mehr Freiheit für alle Bürgerinnen und Bürger! Die Transparenz, Eindeutigkeit und Verständlichkeit des Steuersystems muß wiederhergestellt werden - sonst bleibt der Aufschwung aus!
Der Anspruch von PNW an die Steuergesetzgebung ist daher logisch und sehr einfach:

Was uns alle angeht, das muß auch für uns alle verständlich sein!

Ein Steuersystem kann nur gerecht sein, wenn es so einfach wie möglich aufgebaut ist. Schon aus diesem Grunde ist das derzeitige System ungerecht. Wir fordern daher

- einen einheitlichen Steuersatz oberhalb des Grundfreibetrages (keine Progression)
- die rigorose Streichung sämtlicher (!) Steuerprivilegien
- eine Berücksichtigung der Inflationsrate beim Grundfreibetrag und der Verzinsung von eingesetztem Kapital in Unternehmen oder Kapitalanlagen
- Wegfall der in die Irre führenden Strategie "Steuern über Steuern"

Zur Reform des Steuersystems gibt es viele Vorschläge, die oftmals ihrerseits wieder von bestimmten Gruppeninteressen beeinflußt sind - was die Sache nicht erleichtert.

Unsere klaren Vorstellungen finden wir am besten verwirklicht in dem System der Einfachsteuer, die von dem Heidelberger Finanzwissenschaftler Prof. Dr. Manfred Rose entwickelt wurde. Mit diesem geradlinigen und durchdachten Konzept wäre ein wirklicher steuerpolitischer Neuanfang in Deutschland möglich. Wir haben das System aufgegriffen und mit eigenen Vorschlägen ergänzt. Weitere Modifizierungen werden folgen, weil noch nicht alle Bereiche vollständig ausgearbeitet sind - und dafür kann gerade Ihr Mitwirken sehr wichtig sein! Wir bieten Ihnen drei Zugangsmöglichkeiten für Ihre persönliche Information und Teilnahme:


- Den Entwurf einer neuen Steuergesetzgebung von PNW
- Antworten auf "Häufig gestellte Fragen" zum System einer einfachen Steuer
- Diskussionen in unserem Forum unter dem Stichwort "Steuern"

Informieren Sie sich ganz nach Wunsch - es lohnt sich! Sie sind herzlich eingeladen, mit uns über die Vereinfachung des Steuersystems zu diskutieren. Melden Sie sich - sofern noch nicht geschehen - einfach im Forum an und sagen Sie uns Ihre Meinung. Wenn Sie sich über den Ursprung der Einfachsteuer kundig machen möchten, so finden Sie unter www.einfachsteuer.de die entsprechenden Grundlagen.

FAQ - HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN ZU EINFACHSTEUER

WAS BRINGT DIE EINFACHSTEUER FÜR GESCHÄFTSFÜHRENDE GESELLSCHAFTER EINER GMBH?
WAS BRINGT DIE EINFACHSTEUER FÜR ARBEITNEHMER?
WAS BRINGT DIE EINFACHSTEUER FÜR SELBSTÄNDIGE ODER FREIBERUFLER?
WAS BRINGT DIE EINFACHSTEUER FÜR KAPITALANLEGER?




WAS BRINGT DIE EINFACHSTEUER FÜR GESCHÄFTSFÜHRENDE GESELLSCHAFTER EINER GMBH?

In Deutschland gibt es etwa 500.000 GmbHs: Die Spanne reicht dabei von der Ein-Mann-Firma bis zur großen GmbH mit vielen tausend Mitarbeitern, die größer ist als manche börsennotierte Aktiengesellschaft. Sehr viele dieser Betriebe werden geführt von Gesellschafter-Geschäftsführern, die in ihrem Unternehmen naturgemäß zwiefach auftreten: Einmal natürlich als angestellter Geschäftsführer (= Arbeitnehmer) und einmal als Kapitalgeber (= Unternehmer). Sie erhalten also einerseits ein normales Gehalt, das mit dem persönlichen Steuersatz belegt wird, andererseits auch - sofern möglich - (Teil-) Ausschüttungen erwirtschafteter Gewinne. Die Veräußerung von GmbH-Anteilen am Ende des Berufslebens führt dann abermals zur Versteuerung des dabei erzielten Erlöses, weil die zuvor einbehaltenen Gewinne oberhalb der Freibeträge durch das Halbeinkünfteverfahren besteuert werden.

Die Crux liegt u.a. darin, daß im aktuellen Steuersystem der persönliche Steuersatz, die Gewerbesteuer, die Körperschaftssteuer, der Solidaritätszuschlag und schlußendlich die Besteuerung durch das Halbeinkünfteverfahren im Endergebnis zu völlig unterschiedlichen Steuerbelastungen führen, die manchem aus gutem Grunde wie böhmische Dörfer erscheinen:

Persönlicher Steuersatz: 22.9 % - 48,5 % - je nach zu versteuerndem Einkommen
Körperschaftssteuer: 26,5 % in 2003, 25 % ab 2004
Gewerbesteuer: ca. 15 % - ca. 27 % - je nach Gemeinde und Hebesatz
Steuersatz Halbeinkünfteverfahren: 11,5 % - 24,25 % (= die Hälfte des persönlichen Steuersatzes).
Solidaritätszuschlag: 5,5 % der zu zahlenden Einkommens- bzw. Körperschaftssteuer

Mal ehrlich: Blicken Sie da noch durch? Und: Wäre es nicht besser, das ganze System zu vereinfachen und zu vereinheitlichen? Verstehen Sie jetzt, warum wir eine einfache Steuer favorisieren? Nachstehend können Sie lesen, wie umfassend die Vorteile eines einfachen Steuersystems für Sie als Gesellschafter-Geschäftsführer sind:

Die Einfachsteuer sorgt dafür, daß

die Besteuerung auf GmbH-Ebene bundesweit exakt gleich ist, da der Steuersatz bei
genau 25 % liegt und die gemeindeabhängige Gewerbesteuer komplett entfällt -
der erwirtschaftete Gewinn gänzlich unversteuert im Unternehmen verbleiben kann,
wenn der entsprechende Gewinnanteil auf der persönlichen Einkommensteuer-Ebene der Gesellschafter-Geschäftsführer und der anderen Eigner versteuert wird (Wahlrecht!) -
der Wert des bilanziell ausgewiesenen Eigenkapitals aufgrund des
steuerfreien Schutzzinses in Höhe der Inflationsrate nicht gemindert wird -
die Ausschüttungen bereits versteuerter GmbH-Gewinne brutto für netto ohne
weitere steuerliche Belastungen erfolgen -
das Problem der verdeckten Gewinnausschüttung (vGA) entfällt, da der Steuersatz
für natürliche und juristische Personen einheitlich 25 % beträgt und im Falle der eigentümergeführten GmbHs die Ebene der Besteuerung ohnehin frei gewählt werden kann -
der Veräußerer eines GmbH-Anteils keine Einkommensteuer für den Erlös zu zahlen
hat, sofern der Kaufpreis nicht über dem (durch den Schutzzins deutlich erhöhten!) Buchwert des Anteils liegt -
Betriebsaufspaltungen (Besitz-GbR / Betriebs-Gmbh) aus steuerlichen Gründen nicht
mehr notwendig sind, weil es keinen Unterschied bei der Besteuerung mehr gibt -
der Erwerber eines GmbH-Anteils den Kaufpreise nicht deswegen drückt, weil er die
künftige Besteuerung von Gewinn-Ausschüttungen der vor dem Erwerb thesaurierten
Gewinne einrechnen muß -
anfängliche Verluste bei jungen Unternehmen (rechnerisch!) gleichfalls um den
jährlichen Schutzzins erhöht werden, um den Zinsnachteil durch die erst später erfolgende Verrechnung der Verluste mit Gewinnen auszugleichen -
sich Investitionen in die eigene Firma wieder lohnen, da die Dreifach-Belastung
durch Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer und (im Falle von Ausschüttungen und Anteilsveräußerungen) persönliche Einkommensteuer durch das Halbeinkünfte-Verfahren beseitigt wird -
Steuervorauszahlungen viel von ihrem Schrecken verlieren, da der Steuersatz
niedrig und der Liquiditätsabfluß entsprechend gering ist -
Abschreibungen (endlich!) wieder nach betriebswirtschaftlichen bzw.
handelsrechtlichen Grundsätzen vorgenommen werden, weil eine besondere "steuerliche
Gestaltung" nicht mehr notwendig und sinnvoll ist -
die Fehlleitung von Investitionsmitteln aufgrund steuerlicher Überlegungen
unterbunden wird -
schlagartig viele neue Unternehmen gegründet werden, weil sich Kapitaleinsatz,
Fleiß und Risikofreude für verantwortungsbewußte UnternehmerInnen wieder lohnen.
Wir sind sicher, daß ihnen noch weitere Vorteile der Einfachsteuer einfallen, so z.B. der Zuwachs an Arbeitsplätzen, die dadurch sinkenden Lohnnebenkosten, die steigende Kaufkraft, und, und, und .... Jetzt verstehen Sie ganz bestimmt, warum wir die Einfachsteuer favorisieren, nicht wahr??!

WAS BRINGT DIE EINFACHSTEUER FÜR ARBEITNEHMER?

Die sozialversicherungspflichtigen ArbeitnehmerInnen der unteren und mittleren Gehaltsgruppen haben im aktuellen Steuersystem die wenigsten Möglichkeiten, steuerlich "vorteilhaft" abzuschneiden. Der allmonatliche Lohnsteuerabzug läßt dafür, abgesehen von Kinderfreibeträgen und anderen Kleinigkeiten, keinen Raum. Außerdem erreicht die direkte Lohnsteuer aufgrund der sofort oberhalb des Grundfreibetrages einsetzenden Progression auch bei Durchschnittseinkommen schon eine stattliche Höhe: Wenn Sie alleinstehend sind, so liegt Ihr Grenzsteuersatz bei einem zu versteuernden Einkommen von 20.000,-   bereits bei 30 %. Die relativ hohen Steuersätze auch bei niedrigen Einkommen sind mehr als ärgerlich.

Die Einfachsteuer sorgt dafür, daß

Sie oberhalb des Grundfreibetrages für Sie und ggf. Ihre Familienmitglieder auf
keinen Fall mehr als 25 % Einkommensteuer bezahlen - unabhängig von Ihrem
Einkommen -
Sie die Steuersparmodelle für Besserverdienende nicht mit Ihrem sauer verdienten
Geld bezahlen müssen -
Ihr Nebenerwerb sich wieder lohnt, weil er ebenfalls nur mit 25 % Steuern belegt
wird -
die nebenberufliche Selbständigkeit attraktiv wird, da der Eigenkapital-Schutzzins
und die niedrige Besteuerung Ihren Kapital- und Arbeitseinsatz lukrativ machen -
Ihre Steuererklärung sehr viel einfacher und zeitsparender zu erledigen ist -
Sie ihren Steuerbescheid wieder lesen und verstehen können -
von Ihrem Weihnachtsgeld und Ihrer Gehaltserhöhung sehr viel mehr in Ihrer
Tasche verbleiben.

Damit sind noch nicht alle Vorteile genannt. Wir freuen uns auf weitere Erkenntnisse!

WAS BRINGT DIE EINFACHSTEUER FÜR SELBSTÄNDIGE ODER FREIBERUFLER?

Die berufliche Selbständigkeit ist in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich unattraktiver geworden: Immer mehr Bürokratie, ausufernde Gesetze, stets wachsende Sozialversicherungsbeiträge und natürlich höhere Steuern lassen bei vielen Selbständigen den Eindruck aufkommen, ein Lastesel für die Kosten verfehlter Politikentwürfe zu sein. Selbständige mit Einzelfirmen haben unter dem Konkurrenzdruck nicht die Zeit, sich mit optimalen steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten für ihr Unternehmen zu befassen. Dies wiegt um so schwerer, da aufgrund der Steuerprogression in der persönlichen Einkommensteuer und des Stufentarifs bei der Gewerbesteuer die Steuersätze stark schwanken können. Eine vorausschauende Planung nach steuerlichen Gesichtspunkten ist fast nicht möglich, schon gar nicht in stark saisonal geprägten Branchen. Da können auch Steuerberater nichts tun. Dieses Problem wird durch die Einfachsteuer vollständig beseitigt: Die Gewerbesteuer entfällt komplett, und der Einkommensteuersatz beträgt einheitlich stets 25 %. Aber es gibt noch viel mehr Vorteile:

Die Einfachsteuer sorgt dafür, daß

die Eigenkapitalbildung schneller gelingt, weil die Steuern niedriger sind und
überdies eine Verzinsung von 5 % des eingesetzten Eigenkapitals vom zu
versteuerndem Einkommen abgezogen werden kann -
die Veräußerung des Unternehmens für den Verkäufer viel interessanter ist, da die
(zu versteuernde) Differenz zwischen Buchwert und tatsächlich erzieltem Kaufpreis
wegen des Schutzzinses viel niedriger ist. Außerdem beträgt der Steuersatz wegen der
wegfallenden Progression nur 25 % -
steuerliche Überlegungen, die bei Investitionen derzeit eine viel zu große Rolle
spielen, weitgehend überflüssig werden, weil unabhängig von höheren oder niedrigeren
Gewinnen der Steuersatz immer gleich niedrig ist -
das hohe Risiko, welches Steuersparmodelle stets beinhalten, keinen Sinn mehr
macht, weil die Verrechnung von Verlusten wegen niedriger Steuern unattraktiv ist -
Sie sich bei der Führung Ihres Unternehmens vollständig auf die
betriebswirtschaftliche Planung konzentrieren können, weil steuerliche Gesichtspunkte
ganz einfach nicht mehr zu berücksichtigen sind -
Sie keine steuerlichen "Fehler" mehr machen können, weil Sie bei Abschreibungen
unabhängig von der Höhe Ihres Gewinns immer den gleichen Steuersatz haben -
Verluste (z.B. in den Anfangsjahren) ebenfalls mit den Schutzzins ausgestattet
werden, so daß Sie durch die erst später erfolgende Verrechnung mit Gewinnen keinen
Zinsnachteil haben.
Stellen Sie sich vor: Das ganze Theater mit der Steuersparerei, den kniffligen Strategien, und ärgerlich hohen Vorauszahlungen nach guten Jahren, usw., usw. fällt weg. Klingt überzeugend, nicht wahr? Das ist es auch!!

WAS BRINGT DIE EINFACHSTEUER FÜR KAPITALANLEGER?

Das gegenwärtige Steuersystem verlangt oberhalb des Freibetrages von 1601,- / 3202,-   die Besteuerung von Zinsen mit dem persönlichen Steuersatz. Die Inflation wird nicht berücksichtigt. Dazu ein kleines Beispiel:

Anlagebetrag:
5.000,-
3,0 Zins p.a. (Tagesgeldkonto):
150,-
30 % Steuern darauf
- 45,-
1,5 % Inflation
- 75,-
Erzielter Ertrag:
30,-

Von 150,- Euro Ertrag verbleiben nach Steuern und Inflation also 30,- Euro - das sind 0,6 % der Anlagesumme 5.000,- Euro. Bei einem Steuersatz von 50 % beläuft sich der effektive Zuwachs Ihres Geldes exakt 0,0 %. Den zusätzlich fälligen Solidaritätszuschlag in Höhe von zahlen Sie dann aus der eigenen Tasche ...

Die gleiche Rechnung machen wir jetzt einmal mit dem System der Einfachsteuer:

Anlagebetrag:
5.000,-
3,0 Zins p.a. (Tagesgeldkonto):
150,-
Eigenkapitalschutzzins
(Schutzzins = Inflationsrate von 1,5 %)
- 75,-
Zu versteuernder Real-Ertrag:
75,-
25 % Steuern darauf
- 18,75
1,5 % Inflation
- 75,-
Erzielter Ertrag:
56,25

Der Vermögenszuwachs in diesem Beispiel liegt nach Steuern und Inflation mit 56,25 Euro also fast doppelt so hoch wie beim herkömmlichen System. Bei einem Steuersatz von 50 % nach dem gegenwärtigen System liegt der Unterschied zwischen - 4,13   (2,75 % Solidaritätszuschlag, der nicht erwirtschaftet wurde) und + 56,25 % bei der Einfachsteuer. Der absolute Zinsertrag liegt bei 131,25  . Dies bedeutet, daß Ihr effektiver Steuersatz - bezogen auf den gesamten Zinsertrag - bei 12,5% liegt.

Die kleine Berechnung zeigt, daß die Einfachsteuer einerseits die Inflationsrate berücksichtigt, andererseits den realen Ertrag auch tatsächlich besteuert. Freibeträge für Zinseinkünfte sind dann nicht mehr erforderlich.

Wie sieht die Rechnung bei Erträgen aus Aktien, den Dividenden also, aus?

Wenn Sie Dividenden eines deutschen Aktiengesellschaft beziehen, so hat das Unternehmen schön kräftig Steuern auf den Gewinn gezahlt, bevor Ihr Anteil auf Ihrem Konto landet:

Gewinn vor Steuern:
1000000,-
Gewerbesteuer darauf (20 %):
(Für Profis: Hebesatz 400 %)
-200000,-
Verbleiben:
800000,-
Körperschaftssteuer darauf (25%)
-200000,-
Gewinn nach Steuern:
600000.-

Ihre Aktiengesellschaft hat also schon 40 % Steuern bezahlt, bevor ein müder Euro auf Ihrem Konto landet. Würde der gesamte Gewinn ausgeschüttet, so müßten die Aktionäre den Ertrag ihrerseits noch einmal zur Hälfte versteuern. Was bedeutet das bei einem Steuersatz von 30 %?

Gewinn vor Steuern:
1000000,-
Gewerbesteuer darauf (20 %):
(Für Profis: Hebesatz 400 %)
-200000,-
Verbleiben:
800000,-
Körperschaftssteuer darauf (25%)
-200000,-
Verbleiben:
600000,-
Darauf Einkommensteuer 15 %: (15 % ist die Hälfte von 30 %!)
- 90000,-
Gewinn nach Steuern:
510000.-

Selbst bei einem relativ niedrigen Steuersatz von 30 % zahlen Sie also auf Ihren Anteil am Gewinn des Unternehmens schon 49 % Steuern, wenn er ausgeschüttet wird. Einschließlich des Solidaritätszuschlages sind es bereits 49,50 %. Bei einem persönlichen Steuersatz von 50 % beträgt Ihr Steuersatz auf den Gewinnanteil Ihrer AG gar nicht mehr lustige 55,83 %. Den Abzug der Inflationsrate verkneifen wir uns hier, weil Sie sonst weinend vor dem Bildschirm sitzen ...

Wie sieht die Rechnung bei der Einfachsteuer aus?

Gewinn vor Steuern:
1000000,-
Gewerbesteuer: - entfällt
(Für Profis: Hebesatz 400 % entfällt)
-0,-
Verbleiben:
1000000,-
Eigenkapitalschutzzins
(Der Einfachheit halber hier so angesetzt)
-100000,-
Verbleiben:
900000,-
Körperschaftssteuer darauf (25 %)
- 225000,-
Verbleiben:
(100000,-  EK-Schutzzins bleiben erhalten!)
775000.-
Darauf Einkommensteuer: 0 %:
(Das Halbeinkünfteverfahren entfällt)
0,-
Gewinn nach Steuern:
775000.-

Wenn jemand nur Einkünfte unterhalb des Existenzminimums hat, so kann er die Auszahlung der Steuer beantragen. Insgesamt macht das Verfahren Investitionen in Anteile von Kapitalgesellschaften sehr attraktiv, zumal die Besteuerung von Zinsen und Dividenden nun endlich einheitlich ist

Die Einfachsteuer sorgt dafür, daß

Zinsen in Höhe der Inflationsrate unversteuert bleiben, weil sie keinen realen Ertrag
darstellen -
komplizierte Berechnungen mit Anrechnungen, Zuschlägen und Freibeträgen in der
Steuererklärung komplett entfallen, weil die Steuern als Abgeltungssteuer automatisch
von den Banken eingezogen und an die Finanzämter weitergeleitet werden -
Bezieher geringer Einkommen unterhalb des Existenzminimums die Steuer erstattet
bekommen -
das Sparen und Investieren interessant wird, weil die Besteuerung fair ist -
Investitionskapital bzw. Gelder für die Kreditvergabe bereitgestellt werden-
das Geld im Lande verbleibt und der deutschen Volkswirtschaft zugute kommt.
Eigenvorsorge ohne das lästige Theater der steuerlich optimalen Gestaltung
selbstverantwortlich betrieben werden kann.

Ihnen fallen bestimmt noch mehr Vorteile ein, nicht wahr?